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d'Yquem 1983

Gebiet: Sauternes

Klassifikation: 1er grand Cru

Rebfläche: 116 Hektaren (nur 100 bepflanzt)

Rebsorten:

Besitzer: LVMH-Gruppe

Leitung: Pierre Lurton

Geschichte:

Als 1855 die grossen süssen Weine von Sauternes und Barsac klassifiziert wurden, kam Yquem als einziger Premiers Grand Cru in eine Klasse für sich noch über den Premiers Crus. Diese einzigartige Stellung ist seither nie in Zweifel gezogen worden. Yquem ist nicht nur der grösste Sauternes, er ist auch die umstrittene Krone aller Dessertweine der Welt. Die Weinberge werden mit grosser Sorgfalt immer wieder neu angelegt, so dass von der Gesamtrebfläche nur jeweils 80 ha für den Grand Vin in Ertrag stehen; der Rest trägt junge Reben. Die Lese wird genaustens gehandhabt, und zwar nur von Fachkräften, zumeist von den 57 auf dem Gut fest Beschäftigten, die mehrmals (4- bis 11mal) den Weinberg durchkämmen und die überreifen und edelfaulen Trauben herauslesen. Dabei wird angestrebt, Trauben mit nicht unter 20° und nicht über 22° Baumé zu ernten, denn so entstehen die ausgewogensten Weine, die bis auf 13,5 oder 14° Alkoholgehalt vergären, wobei ein unvergorener Zuckerrest von 4 bis 7° Baumé verbleibt. Das Keltern verläuft nach alter Tradition, und der Most wird in neuen Eichenfässern vergoren und 3 Jahre im Fass ausgebaut, bis der Wein schliesslich abgefüllt wird. Der Yquem ist die Quintessenz des Sauternes; seine Farbe wandelt sich allmählich zu blassem Gold, sein Bukett ist voll von intensivem Honigduft, sein Geschmack ist Üppigkeit und Eleganz in höchster Vollendung. Diesen Wein trinken zu dürfen kommt stets einem Privileg gleich. Man sollte ihn jedoch nie trinken, bevor er nicht mindestens 10 Jahre alt ist, sein Charme und seine Frische bleiben dann viele weitere Jahrzehnte unvermindert erhalten. Die grössten Jahrgänge halten sich so gut wie ewig. Im Jahre 2004 wurde das Château von Alexandre Lur-Saluces and die LVMH Gruppe verkauft unter der neuen Leitung von Pierre Lurton.

In den folgenden Jahren wurde auf ein Produktion verzichtet: 1910, 1915, 1930, 1951, 1952, 1964, 1972, 1974, 1992

Zusammensetzung der 80% Sémillon, 20% Sauvignon

Ertrag: 8 Hektoliter pro Hektar

Barriqueausbau: 3½ Jahre

Produktion: 6’500 Kisten

Kontaktperson: Château Yquem

Adresse: F-33210 Sauternes

Ort:

Telefon: +33-5-57-98-07-07

Fax: +33-5-57-98-07-08

E-Mail: info@chateau-yquem.fr

Website: www.chateau-yquem.fr

18.5

Degustationsnotizen

Trinkreife: Bis 2050

04.01.2019

Eine opulente Orangensüsse und recht dominante Säure. Pink Grapefruit. Qumquats und reife Feigen. Immer noch recht jugendlic. Langer Abgang. Wohl erst am Anfang seiner kangen Genussphase. 


19

16.09.2018

Ein tänzerisches Spiel von Orangeat, Zitrusaromen und Melasse. Sehr jugendlich und mit einer herrlichen Frische und Dichte zugleich - ohne dabei fett zu wirken. Steht erst am Anfang seiner 100-jährigen Genussphase. Eine tolle Flasche.


19

04.05.2013

Opulent und elegant. Schöne Süsse mit herlich eingebetteter Säure. Orangeat und etwas Salz. Eine leichte aber schöne Bitternote. Elegant und langer Abgang.


18.5

21.12.2012

Ich weiss nicht, weshalb viele diesen Wein in die Höhe loben. Er hat offensichtlich viel zu viel Säure, ist nicht harmonisch und es fehlt im an ELeganz. Lediglich die Bitterorangen und etwas Safran können nicht der Grund für eine Maximalbewertung sein. Der Wein ist entweder in einer Verschlussphase oder sonst was, aber sicher nicht in einer Genussphase.


17.5

14.11.2010

Eine wunderbare, nahezu perfekte Flasche. Opulent, herrliches Mango-Orangen-Zitronen-Kompott. Vanille. Dicht. Gute Süsse/Säure-Struktur. Grosses Potential.


19.5

31.12.1997

2007: Sehr viel Zitrusaromem und etwas Nougat. Viel vordergründige Säure und nicht allzu süss. 2008: 17.5 Punkte. An einer wunderschönen Degustation in der Cheminee-Halle des Park Hotels in Bremen getrunken. Die Flasche war schon längere Zeit (wie lange?) offen, da das Park Hotel rund ein Dutzend leckerer Sauternes im Offenausschank offeriert. Recht viel, eigentlich zu viel Säure und nicht sehr süss. Minimal oxydativ. Bitterorangen und Aprikosen. Komplex aber unstrukturiert. Bitterer, eigentlich recht langer, alkoholischer Abgang, aber keine eindeutigen Aromen!


17