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La Tour Blanche 1928

Gebiet: Sauternes

Klassifikation: 1er Cru

Rebfläche: 30 Hektaren

Rebsorten:

Besitzer: Landwirtschaftsministerium

Leitung: Jean-Pierre Jausserand

Geschichte: Es war im Jahre 1855, als der damalige Besitzer, ein Monsieur Focke, erfahren durfte, dass sein Weingut das Prädikat „1er Crus“ erhielt. Kurz danach verstarb er jedoch und seine Witwe verkaufte im Jahre 1860 das Schloss an Monsieur Osiris. Dieser gründete eine Stiftung und schenkte das Schloss dem Staat mit den Auflagen, dass sein Name als Schenkungsgeber auf der Weinetikette von nun an zu erscheinen habe und dass das Weingut in ein Rebschule und eine Schule für Önologen umgewandelt wird. Es wird heute als Landwirtschaftsschule betrieben. Sein Wein wird im Tank vergoren und dann in zu 25% neuen Fässern gelagert. Ab 1988 wurde wieder in gewissem Umfang die Fassgärung eingeführt. Damit wurde der Höhepunkt jahrelanger Bemühungen erreicht, das berühmte Gut an seinen rechtmässigen Platz unter den feinsten Premiers Crus zu bringen.

Zusammensetzung der 77% Sémillon, 20% Sauvignon, 3% Muscadelle

Ertrag: 19,7 Hektoliter pro Hektar

Barriqueausbau: 2 Jahre

Produktion: 2 Jahre

Kontaktperson: Château La Tour Blanche

Adresse: F-33210 BOMMES Jean-Pierre Jausserand

Ort:

Telefon: +33-5-57 98 02 73

Fax: +33-5-57 98 02 78

E-Mail: tour-blanche@tour-blanche.com

Website:

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Degustationsnotizen

Trinkreife: Bis 2020

16.11.2013

Rebouchée. Noch recht viel Säure und eindeutig zu wenig süss. Schöne Mineralität. Eher wie ein eleganter Sherry. Etwas Orangeat aber allgemein zu wenig komplex. Kein Alterston.


17.5

31.12.1997

Achtung: Es gibt viele neuverkorkte und wohl auch rekonditionierte Flaschen. Manchmal wuden wohl gleich alte Weine verwendet, manchmal auch "etwas" Jüngeres... Die Farbe ist mit unter entscheidend, ob der Wein noch gut ist. Ein Tipp: die Originalflaschen sind meist besser als die "Neuen"...! 2001: 17 Punkte. Gute Süsse und schöne Aromenvielfalt, Melasse; etwas zu wenig Säure. 2002: 17 Punkte. Recht angenehmes Süsse-Säure-Spiel. Bittermandeln und Orangeat. Ganz angenehm und schön zu trinken, ohne jedoch grossen Tiefgang und Potential anzuzeigen. 2005: 16.5 Punkte: Er war einmal sehr gut, denn hinter der bombastischen Säure verbirgt sich noch viel Bittercaramel. Interessante Aromen von Kamillen-Kräutertee. Vielleicht gibt es noch bessere Flaschen. 2006: 18 Punkte. Ja, die gibt es. Malzig, Cola, recht süss mit Zitrusaromen. Lang und interessant, jedoch nicht sehr dicht. 2008: 18.5 Punkte. Originalflasche. Wow, wiederum eine gute Flasche. Recht süss mit schönem Crème brulée. Rosinen-Nektar. Ziemlich dicht. Schöne Melasse. Angenehm bitterer, etwas alkoholischer Abgang. Ein schöner Wein. Nach 15 Minuten im Glas noch sogar etwas weicher. 2009: 18 Punkte. Originalflasche. Malziges Cola. Angenehme Süsse und schön dezente Säure. Maggikraut, Mokka und Kaffee. Nicht sehr dicht aber elegant. Etwas Orangeat. Mineralisch.


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