La Tour Blanche 1997

Gebiet: Sauternes

Klassifikation: 1er Cru

Rebfläche: 30 Hektaren

Rebsorten:

Besitzer: Landwirtschaftsministerium

Leitung: Jean-Pierre Jausserand

Geschichte: Es war im Jahre 1855, als der damalige Besitzer, ein Monsieur Focke, erfahren durfte, dass sein Weingut das Prädikat „1er Crus“ erhielt. Kurz danach verstarb er jedoch und seine Witwe verkaufte im Jahre 1860 das Schloss an Monsieur Osiris. Dieser gründete eine Stiftung und schenkte das Schloss dem Staat mit den Auflagen, dass sein Name als Schenkungsgeber auf der Weinetikette von nun an zu erscheinen habe und dass das Weingut in ein Rebschule und eine Schule für Önologen umgewandelt wird. Es wird heute als Landwirtschaftsschule betrieben. Sein Wein wird im Tank vergoren und dann in zu 25% neuen Fässern gelagert. Ab 1988 wurde wieder in gewissem Umfang die Fassgärung eingeführt. Damit wurde der Höhepunkt jahrelanger Bemühungen erreicht, das berühmte Gut an seinen rechtmässigen Platz unter den feinsten Premiers Crus zu bringen.

Zusammensetzung der 77% Sémillon, 20% Sauvignon, 3% Muscadelle

Ertrag: 19,7 Hektoliter pro Hektar

Barriqueausbau: 2 Jahre

Produktion: 2 Jahre

Kontaktperson: Château La Tour Blanche

Adresse: F-33210 BOMMES Jean-Pierre Jausserand

Ort:

Telefon: +33-5-57 98 02 73

Fax: +33-5-57 98 02 78

E-Mail: tour-blanche@tour-blanche.com

Website:

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Degustationsnotizen

Trinkreife: Jetzt bis 2030

12.04.2017

Orangeat, Vanille, etwas Bittermandeln. Angenehme Süsse aber ein Touch zu viel Säure und etwas überreif. Jetzt trinken. 


17.5

10.10.2015

Opulente Süse mit guter Säure. Vanille und Fruchtsüsse. Klassisch, elegant und finessenreich.


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08.11.2014

Refie Orangen, exotische Früchte. Etwas bittere Noten. Schöne Süsse und Salz. Nicht sehr komplex. Eher etwas überreifes Traubengut. Jetzt schön aber nicht für lange Zeit lagerbar.


17.5

21.12.2013

Absolut untypisch. Wie eine SNG vom Riesling. Etwas verässert. Bergamotte. Etwas Honig und Vanille aber nicht überzeugend.


17.5

01.03.2010

2010: Recht viel Laktat und Petrol. Weich und samtig. Elegantes Vanille. Qumquats und Quitte. Etwas zu wenig Süsse im Abgang. Jetzt auf dem Höhepunkt.


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Ältere Notiz ohne Datum

2007: 19 Punkte. Schöne ausladende Fruchtsüsse mit optimaler Säure. Viel Vanille. Lang und vielschichtig. Recht alkoholisch am Gaumen. Grosses Potential. Lecker. 2008: 18 Punkte. Relativ wenig Süsse und etwas bitter. Bereits ein minimaler Alterston. Apfelaromen und Mandarinen. Eher kein Langstreckenläfer aber jetzt sehr schön zu trinken. 2008: 18 Punkte. Angenehmes Vanille mit schönen Fruchtaromen und Birnenkompott. Nicht sehr vielschichtig aber klassisch und mit angenehmem Laktat. Relativ kurzer Abgang. 2008: 18 Punkte. Holunderblüten, sehr süss und gut stützende Säure. Schönes Vanille im Abgang und recht alkoholisch. 2008: 17.5 Punkte. An einer wunderschönen Degustation in der Cheminee-Halle des Park Hotels in Bremen getrunken. Die Flasche war schon längere Zeit (wie lange?) offen, da das Park Hotel rund ein Dutzend leckerer Sauternes im Offenausschank offeriert. Frische Süsse, etwas Vanille und Zitronat. Im Moment recht elegant aber es fehlt ihm an noch etwas an Komplexität um im Alter zu brillieren. Könnte aber noch zulegen. Kurzer Abgang.


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